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Die Insel der grünen Augen

Auf einer abgelegenen Gefängnisinsel irgendwo im pazifischen Ozean befinden sich 300 Häftlinge in Gewahrsam. Von diesen 300 Gefangenen haben 100 Personen grüne Augen, 100 braune und 100 haben blaue Augen.

Doch keiner der Gefangenen kennt seine eigene Augenfarbe. Es gibt keine reflektierenden Oberflächen und niemandem ist die Kommunikation mit Mithäftlingen in irgendeiner Form gestattet.

Bei den Häftlingen handelt es sich jedoch um perfekte Logiker. Das heißt, jeder von ihnen handelt vollkommen rational und alle Schlüsse, die in Bezug auf die Augenfarbe gezogen werden können, werden auch korrekt gezogen. Die Begnadigung

Als die Tochter des Gefängnisdirektors ihren Vater auf der Insel besucht, erweicht ihr Herz beim Anblick der Häftlinge. Da sie von ihrem Vater so geliebt wird, gelingt es ihr, ihn mit ihren großen, grünen Augen zu überreden, einige der Gefangenen zu begnadigen. Und so verkündet er:

„Jeder Häftling darf bei Mitternacht eines jeden Tages um seine Freilassung bitten. Hat der ersuchende Häftling grüne Augen, so darf er die Insel unverzüglich verlassen. Hat er jedoch keine grüne Augen, so wird er unverzüglich in den Vulkan geworfen.“

Als seine Tochter einige Tage später wieder zum Festland aufbricht, richtet sie vorher noch einige Worte an die Gefangenen, die sich (wie jeden Tag) auf dem Hof versammeln müssen.

„Gebt die Hoffnung nicht auf. Mindestens einer von euch hat grüne Augen!„